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Fortbewegung 2.0: Ich habe mir ein “Hoverboard” gegönnt

Eigentlich wollte ich diesen Artikel schon längst schreiben, kam aber leider nicht dazu… Im März habe ich mir nämlich auf eBay ein “Hoverboard” zugelegt, für rund 400 EUR. Wobei “Hoverboard” hier eigentlich der falsche Begriff ist, weil es mit Marty McFly’s Hoverboard relativ wenig zu tun hat. Aber das Ding ist eh sowas von 2015… 😅

Jedenfalls handelt es sich um diese “Self Balance-Boards”, die ihr bestimmt kennt. Quasi ein Skateboard um 90° gedreht, rechts und links je einen Vollgummi-Reifen und dazwischen 2 kleine Elektromotoren für den Antrieb sowie ein paar Sensoren und Technik, die den Rest erledigt. In der Mitte natürlich ein “Gelenk”, damit das Teil nicht nur gerade aus fahren kann. Ein Segway ohne Griff, trifft es eigentlich ganz gut.

Gesteuert werden die Dinger dann mittels Gedankenkraft Gewichtsverlagerung. Bewegt man sich nach vorne, fährt’s vorwärts, bewegt man sich nach hinten, rückwärts.

Zum lernen ist es eigentlich relativ easy, auch wenn man das erst nicht glaubt. Bis ich das Ding daheim (auf glattem Boden) fahren konnte, hat es um die 15 bis 20 Minuten gedauert – draußen, auf der Straße, ist es ein bisschen schwieriger, vor allem wenn dort Unebenheiten sind; auf gut geteerten, glatten Straßen fährt sich das Ding prima – Endgegner sind dann spätestens die Randsteine, wenn man beispielsweise die Straßenseite wechseln möchte… Deshalb ist das Board auch kein wirkliches Fortbewegungsmittel, sondern eher ein “Spaß-Gadget”, würde ich sagen.

Trotzdem macht das Ding einen riesen Spaß, wie ich finde und auch mein kleiner Cousin hatte das Fahren relativ schnell raus und seinen Spaß daran gefunden. 🙂

Die Teile gingen damals bei circa 200 Euro los, wobei ich mich hier nicht für das günstigste Modell entschieden habe, sondern für ein “Mittelklassegerät” (aus Gründen). Mein Board hat 3 Modi, die man fahren kann, welche sich jeweils in der Sensibilität der Sensoren, also wie empfindlich das Board auf zum Beispiel Kurvenfahrten, reagiert.

Die Geschwindigkeit? Theoretisch maximal 20 km/h, was man aber in der Praxis nicht ausfahren kann. Bei 20 km/h schafft es das Board nämlich nicht mehr, den Fahrer auszubalancieren, was für einen unfreiwilligen Abstieg sorgt. Bei ~12 km/h signalisiert das Board durch ein Piepen daher, dass man langsamer machen sollte.

Der Akku? Mit einer Akkuladung (der Akku braucht rund 2 Stunden, bis er voll ist) soll man 20 km kommen. Hierzu kann ich nichts sagen, da ich noch die 20 km am Stück gefahren bin. Ich kann aber sagen, dass der Akku doch recht lange hält. Fällt die Ladung übrigens unter 20 % blinkt die LED-Anzeige auf dem Board rot und bei einem Ladestand unter, ich glaube, 10 % fängt es ebenfalls an zu piepen und drosselt die Geschwindigkeit – dann sollte man es wieder an die Steckdose hängen. Fährt man das Ding dann nämlich weiter und der Akku wird leer, würde dies ebenfalls zu einem unfreiwilligen Abstieg führen.

Als die Boards gerade so gehyped wurden, las man oft, dass sie “lebensgefährliche Mängel” hätten, was ich aber nicht bestätigen kann. Mein Board kam weder verkratzt bei mir an noch schaltete es sich im laufendem Betrieb ab. Hält man sich zudem an den oben erwähnten Piepton (Maximalgeschwindigkeit und Akku) dürfte relativ wenig schief gehen, meine ich.

Aber wie gesagt, die Dinger gab (gibt?) es wie Sand am Meer, von X Herstellern mit einer riesigen Preisspanne. Wenn man sich ein solches Board für nicht einmal 200 Euro bei eBay, AliExpress oder sonst wo kauft, kann es gut sein, dass es hier Qualitätsmängel gibt.

Ich finde das Ding wie gesagt super und fahre auch ab und zu recht gern’ damit, vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück mit meinem… ✌️

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Published in Technik

Comments

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