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Spotify, der SSD-Killer? Und was man dagegen tun kann.

Updated: 11. November 2016

Laut Spotify ist das Problem mit dem Update 1.0.42 behoben.

Wie es scheint, ist in der Spotify-App für Windows, OS X und Linux momentan ein Bug begraben, der euch im schlimmsten Fall eure SSD killt. Der Grund hierfür ist, dass die App wohl massenhaft Daten schreibt, was nicht nötig wäre (für einige Stunden Musikgenuss können hier wohl gut und gerne mehrere GB geschrieben werden…). Wirklich “schlimm” ist dies aber, wenn man nur eine SSD in seinem PC oder Notebook nutzt, da diese dann im schlimmsten Fall relativ flott abraucht – vor allem ältere Modelle.

Seit heute sollte hierfür wohl ein Update verfügbar sein, welches aber – anscheinend – nicht wirklich Abhilfe schafft. Glücklicherweise gibt es aber, solltet ihr auf die Spotify-App auf eurem PC nicht verzichten können oder wollen, einen Workaround (für ).

Der Workaround beschreibt das Anlegen einer RAM-Disk, heißt, statt auf der Festplatte wird die Spotify-Datenbank im RAM gespeichert. Für Windows wird das Ganze im oben verlinkten Workaround mithilfe des Programms “ImDisk” beschrieben. Wie Ihr eine solche RAM-Disk mit OS X MacOS bzw. Linux anlegt, beschreibe ich euch jetzt … 🙂

Mit MacOS ist es relativ easy über’s Terminal:

diskutil erasevolume HFS+ 'RAM Disk' `hdiutil attach -nomount ram://8388608`

Dieser Befehl legt euch eine 4GB (4096*2048 = 8388608) große RAM-Disk an, was wohl ausreichen sollte – getestet habe ich es nicht.

Auch bei Linux – genauer Debian bzw. Ubuntu – läuft es ebenfalls recht easy über’s Terminal. Eine Möglichkeit ist beispielsweise mit tmpfs:

sudo mkdir /mnt/ramdisk &&
sudo chmod 777 /mnt/ramdisk &&
sudo mount -t tmpfs -o size=4G none /mnt/ramdisk

Wenn bei tmpfs die RAM-Disk “voll” ist, lagert dieses aber die Dateien in den Swap aus, nutzt also wieder die Festplatte… Eine alternative wäre ramfs, was euch aber im blödsten Fall den kompletten RAM vollschaufelt.

Auf diese RAM-Disk könnt ihr das schuldige Verzeichnis dann auslagern und per Symlink (ln -s) dahin verlinken, wo sie hin gehört. Fertig. Nach einem Neustart gehen diese Daten auf der RAM-Disk natürlich verloren – dies sollte aber kein Problem sein.

Dies soll keine endgültige Lösung sondern einen Workaround darstellen, bis Spotify dieses Problem wirklich fixt. 😉

Published in Linux MacOS Software Technik

Comments

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